Archiv für Dezember, 2014

„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder der an IHN glaubt, nicht verlohren gehe, sondern ewiges Leben habe.“

Die Bibel (Johannes Evangelium Kapitel 3 Vers 16)
Elberfelder Übersetzung – CSV Edition)

An dieser Stelle möchte ich allen Lesern meines Blogs, allen Kollegen, Freunden und Bekannten ein paar besinnliche Tage und ein erfolgreiches Jahr 2015 wünschen.

Der oben genannte Vers möchte alle zum Nachdenken anregen. Haben Sie diese wunderbare Gabe Gottes an seine Geschöpfe, Jesus Christus, schon als persönlichen HERRN und Retter angenommen? Wenn nicht, HEUTE ist Gott noch bereit JEDEN Menschen der zu IHM kommt anzunehmen. Gerade in Zeiten wie diesen wird von vielen Menschen ein Sinn im Leben und eine sichere Zukunft gewünscht. Gott bietet dieses in seinem Sohn Jesus Christus an. (Apostelgesch. 4 Vers 12).

Für mich ist dieses Sicherheit, Zukunft und Sinn des Lebens. – Lesen Sie die Bibel, Gottes Wort an alle Menschen!

 

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Die ASG CloudFactory – eine Lösung vom Enduser bis zum Service Deployment

In diesem Artikel möchte ich nun endlich einmal eine der Lösungen meines neuen Arbeitgebers vorstellen. Dabei gehe ich „nur“ auf die Lösung ein, die zu diesem Blog passt und mit der ich zur Zeit am intensivsten beschäftigt bin.

Kurz zur ASG Software Solutions

Die ASG Software Solutions bietet Lösungen in mehreren Bereichen an. Diese reichen vom Mainframe bis in die Cloud. In diesem Blogartikel geht es um unsere Lösung für die Cloud.

ASG_logo_cmyk

Die ASG wurde vor 27 Jahren gegründet und ihre Wurzeln liegen im Bereich Mainframe. Diese „Big-Iron“ Maschinen werden auch heute noch mit Lösungen bedient und mit einem unserer neuesten Module sogar „Cloud-ready“ gemacht! Dieser Bereich läuft unter der Bezeichnung Systems. Ein weiterer Bereich der ASG beschäftigt sich mit Metadaten- und Records- Management Lösungen, die vor allem für Banken, Versicherungen etc. unter dem Stichwort „Compliance“ eine wichtige Rolle spielen! ASG fasst diese Lösungen unter dem Begriff Content zusammen.

Übersicht zur CloudFactory

Die Kernlösung im Bereich Cloud nennt sich CloudFactory, denn diese Lösung beinhaltet Module welche einen komplette Cloud Stack abbilden können. (Die CloudFactory hat ihren Ursprung in der Firma visionapp die vor ein paar Jahren von der ASG übernommen wurde.)

Schauen wir uns die Funktionen der ClouFactory etwas genauer an. Von unten gesehen, beginnend beim Deployment und Livecycle Management von Servern und Applicationen eines Services, über eine Workflow Engine zur Automatisierung und zur Unterstützung von Self-Services bis zum Dynamic-Workspace als Frontend für die Anwender inkl. einem IT Service und Self-Service Store wird eine komplette Cloud Lösung für alle Rechenzentrums und Cloud Provider angeboten.

ASG CloudFactory 8.1 - Functionsübersicht

Abbildung 1: ASG CloudFactory 8.1 – Functionsübersicht

Viele Module lassen sich dabei über eine CloudFactory Admin Console zentral managen. Die Lösung ist selbstverständlich Mandantenfähig und bereits in Installationen mit mehreren Tausend Anwendern erfolgreich im Einsatz.

Die Lösungsmodule hinter den Funktionen

Ausgehend von der Abbildung 1 möchte ich jetzt gerne auf die einzelnen Lösungsmodule der CloudFactory eingehen. Diese sind größtenteils auch einzeln einsetzbar! So kann ein Kunde auch nur einen Teil der CloudFactory nutzen, ohne das Gesamtpaket kaufen zu müssen (wenn z.B. für bestimmte Bereiche schon andere Lösungen etabliert sind).

Abbildung 2: ASG CloudFactory 8.1 Lösungsmodule

Abbildung 2: ASG CloudFactory 8.1 Lösungsmodule

ASG CloudCockpit

CloudCockpit ist der ASG Hyprid Dynamic Workplace [HDW] als universelles Frontend für alle Enduser. CloudCockpit ist ein Webfrontend mit weitreichenden Konfigurations- und Integrationsmöglichkeiten welches auf unterschiedlichen Endgeräten dem Anwender einen komplette Workplace inkl. aller benötigten Applikationen, WebParts usw. bereitstellt.

ASG CloudCockpit 8.1 Default Workspace

Abbildung 3: ASG CloudCockpit 8.1 Default Workspace

Durch die vielfältigen Integrationen und Unterstützungen (z.B. Citrix, Microsoft RDSH, AppMirror und demnächst auch vmware Horizon View sowie der ASG eigenen Software Virtualisierungslösung Cameyo) steht dem Anwender bzw. der IT eine breite Palette von Lösungen zur Anwendungsbreitstellung bereit. Investitionen in die genannten Herstellerlösungen werden somit geschützt

Je nach Einstellung kann der Anwender sich Seinen Workplace durch fertige WebParts (z.B. für Börsenkurse, Wetternachrichten, Mail direkt oder auch Kalender) so einrichten, wie er es für seine Arbeit benötigt. Es besteht dabei die Möglichkeit mehrere Workplace Tabs zu erstellen, um auch mehrere Aufgabenbereiche abzudecken.

Auf IT Seite kann CloudCockpit sehr weitreichend Customized werden. So weit, das ich ab und an auch Probleme habe unsere eigene Lösung im Kundenumfeld zu erkennen 😉

Die Oberfläche ist dabei mit Version 8 komplett überarbeitet und modernisiert worden. Sogenannte „FlyIn-Menüs“ und die erweiterbaren Tabs bieten jede Menge Freiraum den eigenen Workspace zu gestalten bzw. auch von IT Seite vorzudefinieren. Durch mächtige Access-Rules können die Zugriffe auf die Applikationen und Anwendungen gezielt gesteuert werden. Szenarien mit unterschiedlichen Zugriffsrechten je nach dem von wo man zugreift (oder auch wann) sind somit realisierbar. Ausserdem unterstützt CloudCockpit Authentifizierungen über Tokens (ASG liefert ein eigenes Softtoken wenn gewünscht)

ASG CloudRobot und CloudStore

Der ASG CloudRobot ist quasi der „Motor“ der Cloud-Automatisierung. Als neues Frontend dient seit der Version 8 der CloudStore. CloudStore ist ein Selfservice Portal, nicht nur für IT-Services. Hier können z.B. für neue Mitarbeiter Accounts-, Mailboxen, Thin- oder Zero-Clients usw. geordert werden. Die Ausführung von Software Prozessen übernimmt der CloudRobot mit einer ganzen Menge von vorgefertigten Workflows. Natürlich kann man auch eigene Workflows z.B. mit dem Workflow-Designer erstellen.

ASG CloudStore

Abbildung 4: ASG CloudStore

CloudRobot und CloudStore sind, wie alle CloudFactory Module Multimandantenfähig und der CloudRobot kann über mehrere Instanzen skalieren.

CloudRobot und CloudStore unterstützen viele offene Standards, wie z.B. OpenStack oder auch CloudStack. Sogar IBM z/OS wird mittels CloudFactory for Mainframe unterstützt. Das kann meines Wissens nach sonst keiner.

Abgerundet wird das ganze auf der einen Seite durch eine Integration des CloudStore in CloudCockpit (wenn gewünscht) auf der anderen Seite durch Approvelprozesse im CloudRobot verbunden mit einem komplette Billingsystem auf Basis der OpenSource Lösung „Meveo„. Auch hier kann vom Design der Oberfläche bis zu den einzelnen Katalogen alles Kunden und Manadatenspezifisch abgepasst werden.

ASG CloudShaper

CloudShaper ist das, soweit mir bekannt, älteste Modul der CloudFactory. Man könnte auch sagen die Keimzelle der Lösung. Dieses Tool bietet die Möglichkeit ganze Services sowohl auf physikalische Server, als auch auf virtuelle Maschinen auszurollen. Gerade im Bereich VMs kann man jetzt natürlich sagen „Das kann vmware, Citrix oder Microsoft auch“. Hier liegt der Vorteil aber in der Flexibilität! So können nicht nur die Betriebsysteme installiert oder deployed werden (je nach dem ob physikalisch oder virtuell), sondern es kann der gesamte „Service“ Stack inkl. Applikationen, Konfigurationen und sog. Patches vollautomatisch ausgerollt oder auch migriert werden.

Über 370 QA gesicherte Pakete + weitere >700 optionale Pakete stellt ASG dafür seinen Kunden bereit. So ist es z.B. möglich eine ganze Citrix Farm vollautomatisch auszurollen.

Der CloudShaper unterstützt dabei, wie gesagt, neben physikalischen Serversystemen auch die virtuellen Plattformen vmware vSphere, Citrix Xenserver und natürlich auch Microsoft Hyper-V.

Neben Mircosoft Windows kann auch Linux als Betriebssystem deployt werden. Sogar das Ausrollen von vmware ESXi Hosts ist möglich und zwar wie immer physikalisch oder virtuell.

Weitere Produke die sich einfach integrieren lassen

Durch die Modulare Architektur der CloudFactory ist es möglich, weitere Lösungen zu integrieren. Das können die ASG eigenen Applikationen wie AppMirror oder ITASM als auch eigene Anwendungen sein (hier ist natürlich geg. Integrationsleistung einzubringen).

AppMirror

AppMirror ist die brandneue Lösung zur Applikationsbereitstellung über HTML 5 – rein im Browser. Diese Lösung kommt vermutlich im Q1/2015 als vollständige Integration in CloudCockpit auf den Markt. Somit können bestimmte Applikationen völlig ohne irgendein Plugin bereitgestellt werden. Dieses ist gerad für „OffRoad“ User interessant.

ITASM (IT Asset and Service Lifecycle Management)

ITASM ist für alle ITIL-Fans (:-)) genau die richtige Lösung. Hier können ITIL konform eine CMDB sowie ein Helpdesk abgebildet werden. Incident und Problemmanagement gekoppelt mit den entsprechenden Asset Informationen. Eine ideale Integration in CloudCockpit nicht nur für den Helpdesk, sondern auch um z.B. Tickets zu öffnen oder zu verfolgen.

Abbildung 5: ASG ITASM

 

Fazit

Damit habe ich hoffentlich einen kurzen, aber guten Überblick zur ASG CloudFactory gegeben.Die gesamte CloudFactory ist eine sehr interessante Lösung, die schon seit Jahren bei einigen Großkunden (und auch kleineren) erfolgreich im Einsatz ist. Oft werden zwar nicht alle Module eingesetzt, aber gerade der Bereich CloudCockpit mit CloudRobot/CloudStore ist für größere Unternehmen und auch für Provider eine sehr interessante Lösung, zumal die Anpassbarkeit an eigene Vorgaben und Wünsche sehr groß ist.

Sicherlich werde ich in der Zukunft auch zu den einzelnen Modulen der CloudFactory ein Update geben. Wer Interesse an der Lösung hat kann mich gern kontaktieren.

Meine Aufgabe

Meine Aufgabe ist es, für diese mächtige und z.T. auch komplexe Lösung Trainings- und Trainingsunterlagen zu erstellen, Zertifizierungswege und die entsprechenden Education/College Lösungen mitzugestalten und alles für Partner und Kunden bereitzustellen.

Hinweis: alle Grafiken soweit nicht anders angegeben © by ASG Software Solutions

Einige Eindrücke und Trends vom vmware Winter Camp 2014 – München

Nach langer Zeit der Blog Abstinenz, 😉 möchte ich heute ein paar Eindrücke und Trends vom vmware Winter Camp 2014 Ende November in München mitteilen. Es sind rein persönliche Punkte die mir interessant erscheinen.  vmware hat, nach meinem Empfinden, zwei Schwerpunkte gesetzt.

  1. Enduser Computing
  2. Software Defined DataCenter [SDDC] in Form von Automation Solution und NSX bzw. Addons

Es gab dazu noch einen „Nicht-vmware“ Gast auf den ich am Ende kurz eingehen möchte, da dieses für mich ein Highlight der Veranstaltung war.

Enduser Computing

Im Bereich Enduser Computing gab es eine sehr interessante Vorstellung einer neuen vmware Lösung die auf einem Zukauf basiert.

AppVolume (früher CloudVolume):

AppVolume ist eine, für mich, neue Art Applikationen für Virtuelle Desktops (im Prinzip auch für physikalische) „very fast“ bereitzustellen. Das Geheimnis sind, wie der Name schon sagt die AppVolumes. Fertige Virtuelle Platten (VMDKs) in welche Applikationen hineininstalliert wurden die anschließend an mehrere VD-VMs gleichzeitig gemountet werden können. Dieses bringt praktisch „on the fly“ neue Applikationen zum Enduser.

AppVolumes

© by vmware: Prinzipbild AppVolumes

Wie man in dem Bild sehen kann, werden die vorbereiteten AppVolumes an die Ziel-VM gemountet. Alle Pfade zu den „neuen“ Applikationen werden vom AppVolume Treiber nun transparent, für den Enduser unsichtbar von dieser VMDK in das Windows System „verbogen“. (AppVolumes sind im Explorer nicht sichtbar, nur in der Datenträgerverwaltung). Damit erscheinen die Applikationen sofort im Startmenü oder auf dem Desktop und sind nutzbar!

Es gibt auch beschreibbare AppVolumes die Userdaten, z.B. Einstellungen an Applikationen usw. aufnehmen können. Da AppVolumes an Active Directory User, Gruppen, OUs und Computer gehängt werden, kann solch eine Zuweisung mit dem Anwender mitwandern! Das ist eine sehr interessante Lösung.

Die Erstellung einer neuen AppVolume VMDK wurde vorgeführt und stellt sich recht einfach dar. Hier wird praktisch eine leere AppVolum VMDK an die Paketier VM gemountet. Der AppVolume Treiber im Paketiermodus registriert nun alle Änderungen und bringt die Daten ausschließlich auf das AppVolume. Nach einem Reboot der Paketier VM ist das neue AppVolume fertig. Kling Genial und sieht sehr vielversprechend aus.

 Software Defined DataCenter [SDDC]

Vom SDDC spricht vmware schon länger. Alle Hardware wird abstrahiert und die Komplexität wandert in die Software Schichten. Damit sind dann schnelle Änderungen und eine hohe Dynamik z.B. bei Laständerungen und neuen Services möglich.

Um dieses zu erreichen sprechen einige nur von Technologien wie:

  • Virtualisierung der physischen Server := vSphere usw. die Hypervisoren
  • Virtualisieren der Storage Systeme :=  vSAN oder allgemein alle Shared Storages die schnell und dynamisch angepasst werden können (z.B. DataCore etc.)
  • Virtualisieren der Netze :=  Software Defined Networking (SDNs) mit der vmware Ausprägung NSX
  • …. usw.

Was oft vergessen wird ist aber der Part Ausführung und Konfigurationen sowie Deployments! Hier treten Tools wie vRealize Automation (ehemaliges Automation Center) aber auch „rudimentärer“ Tools wie der vmware Orchestrator, ein immer noch „Hidden Champion“ in Erscheinung. Also ohne Workflow Engine und entsprechenden Frontend Lösungen keine SDDCs!

(In diesem Bereich ist auch mein neuer Arbeitgeber tätig. Ich hoffe das ich „unsere“ Lösung demnächst einmal hier vorstellen kann)

Aber, wer stellt denn nun z.B. Laständerungen fest und kann Automationen triggern? In meinen Augen geht ohne die klassische Disziplin Monitoring und Systemmanagement gerade im SDDC gar nichts. Tausende von Metriken kann kein Admin oder Operator manuell oder per Selfdeveloped Script überwachen.

vmware tritt hier schon länger mit dem Operations Manager und LogInsight als sehr modernen und interessanten Lösungen auf. Aber auch die wollen verstanden, konfiguriert und genutzt sein.

Auch hier gab es ein paar sehr interessante Sessions von kompetenten vmware Kollegen.

Fazit

Alles in allem eine nette und informative Veranstaltung mit z.T. sehr praxisnahen Sessions. vmware hat hier wirklich ein paar gute Leute im Feld. Einige kenne ich persönlich und kann nur sagen – Hut ab vor deren KnowHow.

Zum Schluß noch mein persönliches High Light: Der Vortrag „Verhandeln im Grenzbereich“ von Matthias Schranner einem ehemaligen Polizisten und Verhandlungsführer bei Geiselnahmen usw. Er hat z.B. die Frage gestellt: „Sie stehen als Polizist einem Geiselnehmer gegenüber der droht die Geisel zu erschießen wenn Sie nicht verschwinden. Was tun Sie?“ Keine leichte Frage aber eine interessante Methodik der Reaktion die im Vortrag frisch und anschaulich präsentiert wurde.

Ein Fazit aus Schranners Sicht „Jede Verhandlung ist ein Konflikt“ – „Konflikte kann man nicht mit Kompromissen lösen“ bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu!

Wenn Sie die Chance haben Matthias Schranner live zu erleben  – Nicht entgehen lassen!