News from vmware Winter Camp 2014

Veröffentlicht: 4. Dezember 2014 in Allgemeine Themen, Virtualisierung, vmware

Einige Eindrücke und Trends vom vmware Winter Camp 2014 – München

Nach langer Zeit der Blog Abstinenz, 😉 möchte ich heute ein paar Eindrücke und Trends vom vmware Winter Camp 2014 Ende November in München mitteilen. Es sind rein persönliche Punkte die mir interessant erscheinen.  vmware hat, nach meinem Empfinden, zwei Schwerpunkte gesetzt.

  1. Enduser Computing
  2. Software Defined DataCenter [SDDC] in Form von Automation Solution und NSX bzw. Addons

Es gab dazu noch einen „Nicht-vmware“ Gast auf den ich am Ende kurz eingehen möchte, da dieses für mich ein Highlight der Veranstaltung war.

Enduser Computing

Im Bereich Enduser Computing gab es eine sehr interessante Vorstellung einer neuen vmware Lösung die auf einem Zukauf basiert.

AppVolume (früher CloudVolume):

AppVolume ist eine, für mich, neue Art Applikationen für Virtuelle Desktops (im Prinzip auch für physikalische) „very fast“ bereitzustellen. Das Geheimnis sind, wie der Name schon sagt die AppVolumes. Fertige Virtuelle Platten (VMDKs) in welche Applikationen hineininstalliert wurden die anschließend an mehrere VD-VMs gleichzeitig gemountet werden können. Dieses bringt praktisch „on the fly“ neue Applikationen zum Enduser.

AppVolumes

© by vmware: Prinzipbild AppVolumes

Wie man in dem Bild sehen kann, werden die vorbereiteten AppVolumes an die Ziel-VM gemountet. Alle Pfade zu den „neuen“ Applikationen werden vom AppVolume Treiber nun transparent, für den Enduser unsichtbar von dieser VMDK in das Windows System „verbogen“. (AppVolumes sind im Explorer nicht sichtbar, nur in der Datenträgerverwaltung). Damit erscheinen die Applikationen sofort im Startmenü oder auf dem Desktop und sind nutzbar!

Es gibt auch beschreibbare AppVolumes die Userdaten, z.B. Einstellungen an Applikationen usw. aufnehmen können. Da AppVolumes an Active Directory User, Gruppen, OUs und Computer gehängt werden, kann solch eine Zuweisung mit dem Anwender mitwandern! Das ist eine sehr interessante Lösung.

Die Erstellung einer neuen AppVolume VMDK wurde vorgeführt und stellt sich recht einfach dar. Hier wird praktisch eine leere AppVolum VMDK an die Paketier VM gemountet. Der AppVolume Treiber im Paketiermodus registriert nun alle Änderungen und bringt die Daten ausschließlich auf das AppVolume. Nach einem Reboot der Paketier VM ist das neue AppVolume fertig. Kling Genial und sieht sehr vielversprechend aus.

 Software Defined DataCenter [SDDC]

Vom SDDC spricht vmware schon länger. Alle Hardware wird abstrahiert und die Komplexität wandert in die Software Schichten. Damit sind dann schnelle Änderungen und eine hohe Dynamik z.B. bei Laständerungen und neuen Services möglich.

Um dieses zu erreichen sprechen einige nur von Technologien wie:

  • Virtualisierung der physischen Server := vSphere usw. die Hypervisoren
  • Virtualisieren der Storage Systeme :=  vSAN oder allgemein alle Shared Storages die schnell und dynamisch angepasst werden können (z.B. DataCore etc.)
  • Virtualisieren der Netze :=  Software Defined Networking (SDNs) mit der vmware Ausprägung NSX
  • …. usw.

Was oft vergessen wird ist aber der Part Ausführung und Konfigurationen sowie Deployments! Hier treten Tools wie vRealize Automation (ehemaliges Automation Center) aber auch „rudimentärer“ Tools wie der vmware Orchestrator, ein immer noch „Hidden Champion“ in Erscheinung. Also ohne Workflow Engine und entsprechenden Frontend Lösungen keine SDDCs!

(In diesem Bereich ist auch mein neuer Arbeitgeber tätig. Ich hoffe das ich „unsere“ Lösung demnächst einmal hier vorstellen kann)

Aber, wer stellt denn nun z.B. Laständerungen fest und kann Automationen triggern? In meinen Augen geht ohne die klassische Disziplin Monitoring und Systemmanagement gerade im SDDC gar nichts. Tausende von Metriken kann kein Admin oder Operator manuell oder per Selfdeveloped Script überwachen.

vmware tritt hier schon länger mit dem Operations Manager und LogInsight als sehr modernen und interessanten Lösungen auf. Aber auch die wollen verstanden, konfiguriert und genutzt sein.

Auch hier gab es ein paar sehr interessante Sessions von kompetenten vmware Kollegen.

Fazit

Alles in allem eine nette und informative Veranstaltung mit z.T. sehr praxisnahen Sessions. vmware hat hier wirklich ein paar gute Leute im Feld. Einige kenne ich persönlich und kann nur sagen – Hut ab vor deren KnowHow.

Zum Schluß noch mein persönliches High Light: Der Vortrag „Verhandeln im Grenzbereich“ von Matthias Schranner einem ehemaligen Polizisten und Verhandlungsführer bei Geiselnahmen usw. Er hat z.B. die Frage gestellt: „Sie stehen als Polizist einem Geiselnehmer gegenüber der droht die Geisel zu erschießen wenn Sie nicht verschwinden. Was tun Sie?“ Keine leichte Frage aber eine interessante Methodik der Reaktion die im Vortrag frisch und anschaulich präsentiert wurde.

Ein Fazit aus Schranners Sicht „Jede Verhandlung ist ein Konflikt“ – „Konflikte kann man nicht mit Kompromissen lösen“ bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu!

Wenn Sie die Chance haben Matthias Schranner live zu erleben  – Nicht entgehen lassen!

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